Impulse für Zyklisches Führen – am Beispiel der Wintersonnenwende und Raunächte
Kurz vor Weihnachten, vom 20. auf 21.12., feiern wir die Wintersonnwende (Julfest) – den Moment, in dem das Licht neu geboren wird. Mit dem kürzesten Tag und der längsten Nacht beginnt der natürliche Jahreskreislauf von Neuem: Die Dunkelheit verliert langsam an Raum, das Licht gewinnt wieder an Kraft!
Die Wintersonnenwende markiert den stillen Wendepunkt des Jahres. Nicht laut. Nicht spektakulär. Und doch zutiefst wirksam.
Diese Symbolik berührt mich jedes Jahr aufs Neue, weil sie uns Menschen so klar widerspiegelt: Auch in uns darf nach Zeiten des Rückzugs und des Ruhens nach dem Geschaffenem, etwas Neues leise entstehen. Und sie verdeutlicht eindrucksvoll, dass Natur und Mensch untrennbar miteinander verbunden sind – WIR SIND NATUR!
Sie erinnert uns daran, dass echte Transformation nicht durch Beschleunigung entsteht, sondern dort beginnt, wo Menschen sich sicher fühlen, Orientierung haben und gehört werden.
Gerade in der Verantwortung von CEOs, Führungskräften und dem Personalmanagement – für Organisation, Kultur und Zukunftsfähigkeit, aber auch für uns in der eigenen Selbstführung – zeigt sich immer deutlicher:
Strategie trägt nur dann, wenn innere Klarheit, Vertrauen und Verbindung vorhanden sind.
Wenn innere Sicherheit wächst, wird Führung wirksam.

Eine wunderbare Orientierung für diese Zeit und im organisationalem Wirken können hierbei auch die übergeordneten Themen der Raunächte geben. Diese beginnen je nach historischer, ursprünglicher Verwendung am 21. (mit der Wintersonnenwende) oder heute häufig zelebriert mit der Nacht des 24.12. („die heilige Nacht“). Sie dauern 13 Nächte (ja es sind 13, da ursprünglich auch das Jahr 13 Monate hatte, bevor Dieses im Zuge von kirchlichen und politischen Restrukturierungen auf 12 reduziert wurde). Jede Nacht in den Raunächten steht für ein Monat und dessen Themen im kommenden Jahr (z.B. 5. Raunacht = 5. Monat – Mai). Ich selbst führe zu dieser Zeit jedes Mal ein Traumtagebuch und bin immer wieder berührt, wie stimmig und klar die Themen sind, wenn ich die entsprechenden Aufzeichnungen dann im entsprechenden Monat für mich und mein Tun, lese.
Die Raunächte – übersetzt in konkrete Wirkschritte für (Selbst-)Führung & Transformation:
- Basis klären – Werte, Haltung und Ausrichtung sichtbar machen
- Innere Führung stärken – Präsenz, Wahrnehmung und Entscheidungsfähigkeit vertiefen
- Beziehungen bewusst gestalten – Vertrauen als Führungsgrundlage etablieren
- Loslassen ermöglichen – überholte Muster, Strukturen und Denkweisen verabschieden
- Kooperation fördern – psychologische Sicherheit im Team verankern, wie kann ich für mich und Andere gut da sein?
- Übergänge gut begleiten – Wandel reflektiert und wirksam gestalten. was ist gerade wirklich dran?
- Zukunftsbilder entwickeln – Sinn, Vision und Fokus gemeinsam ausrichten
- Neues integrieren – Veränderung Schritt für Schritt tragfähig machen. im eigenen stimmigen Tempo
- Zentriert entscheiden – Komplexität aus der eigenen inneren Mitte heraus begegnen, was braucht es für Klarheit?
- Talente wirksam einsetzen – Stärken erkennen, Verantwortung teilen
- Transformation zulassen – Entwicklung als lebendigen Prozess verstehen, anstelle der „einen“, die „stimmige Lösung“
- Klarheit schaffen – Ende und Anfang bewusst verbinden, was darf enden, sich wenden und was darf Neu entstehen
- Vertrauen stärken – Zuversicht in Menschen und Systeme kultivieren
Frage zur Einladung in den Dialog (Interaktion):
Wo erlebst Du aktuell den größten Bedarf an Sicherheit und Klarheit –
bei sich selbst, im Führungsteam oder in der Organisation?
Ich öffne Räume für Reflexion, klare Entscheidungen und nachhaltige Organisationsentwicklung – achtsam, verbindend und auf Augenhöhe. Wir entdecken achtsam und stimmig gemeinsame Deine ganz persönlichen Ressourcen und Talente. Ich freue mich auf unser Wirken!
Ganz in diesem Gefühl und der Verbundenheit mit Dir, wünsche ich dir einen sanften, bewussten Start in das Neue und wirksame Impulse in den letzten Raunächten bis zum 6.1.!
Bis bald
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